Parodontose beim Hund

Parodontose beim Hund - warum regelmäßige Gebisskontrollen wichtig sind.

Auch beim Hund ist ein gesundes Gebiss wichtig für die Lebensqualität. Vielen Besitzern scheint aber nicht bekannt zu sein, dass sich unter einem harmlos aussehenden Zahnstein bereits nach wenigen Monaten zerstörerische Vorgänge abspielen, die zum Verlust des Zahnes führen können. Daher gehört ein Checkup der Zähne zu jeder Allgemeinuntersuchung dazu, wenigstens bei der jährlichen Impfung sollten die Zähne untersucht werden.

Schwellung Zahnfleisch oberhalb Backenzahn

Das erste Foto dieses Hundes lässt nicht erahnen, dass sich unter dem Zahnstein schwerwiegende Veränderungen im Kieferknochen gebildet haben. Erst wenn der Zahnstein entfernt ist, wird dies auch für den Laien offensichtlich. Die gelbe Linie zeigt an, wie der Zahnfleischsaum im Normalfall verläuft, hier hat er sich schon stark zurückgezogen. Grün umrundet ist die Schwellung des Zahnfleisches oberhalb der entzündeten Zahnwurzel markiert.

Leider sammeln sich im Lauf der Monate zunehmend weiche Beläge am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch. In diesen Belägen leben Mikroorganismen, welche in den Zahntaschen den Zahnhalteapparat nach und nach angreifen und zerstören. Ist die Parodontitis zu weit fortgeschritten, ist eine Wiedererlangung des ursprünglichen Zustandes oft nicht mehr möglich. Für viele Besitzer kommt dies überraschen, Sie fragen "warum konnte das passieren?". Nun, die Antwort ist einfach: würden wir selbst uns über Monate die Zähne nicht putzen, sähe unser Gebiss ähnlich aus.

Wenig bekannt zu sein scheint ebenso, dass die Bakterien, die sich in den weichen Zahnbelägen sammeln, in die Blutbahn übertreten können. Über das Blutsystem werden sie in andere Organe geschwemmt und verursachen so in Herz, Leber und Niere bleibende Schäden. So ist das Risiko einer Herzmuskelentzündung bei einer hochgradigen Parodontitis 6-fach erhöht! Gerade daher ist es auch bei älteren Hunden unbedingt nötig, auf eine regelmäßige Zahnsteinentfernung zu achten.

Der Beginn einer Parodontitis verläuft beim Hund schleichend. Zuerst zieht sich der Zahnfleischsaum leicht zurück, es bildet sich eine Tasche. In dieser Tasche sammeln sich schnell weitere weiche Beläge, die zu einem unangenehmen Geruch führen. Die Beläge verfestigen sich, Zahnstein entsteht.

freiliegender Zahnhals Backenzahn

Ist der Zahnstein entfernt (gleicher Hund) offenbart sich das wahre Ausmaß der Veränderung. Die hintere Zahnbereich ist bei diesem Hund schon stark angegriffen, das Zahnfleisch hat sich hier schon beträchtlich zurückgezogen. In der gelb markierten Zone liegt ein teil des Zahnhalses bereits frei.

Der Zahnhalteapparat wird immer weiter angegriffen, der Halt des Zahnes schwindet, einzelne Wurzeln entzünden sich. Man spricht von einer Osteolyse, die sich im Röntgenbild nachweisen lässt. Ein Spalt zwischen Wurzel und Kieferknochen wird sichtbar. Die Wurzel ist freigelegt, das Zahnfleisch weicht immer weiter zurück.

Röntgenbild Parodontose Hund

Um den Sachverhalt besser beurteilen zu können haben wir einen Teilbereich des obigen Röntgenbildes vergrössert:

Parodontose auf dem Röntgenbild eines Hundes

Auf der Vergrösserung kann man gut erkennen, dass die hintere (rechte) Wurzel dieses dreiwurzeligen Backenzahnes komplett "frei" liegt (grüne Pfeile), hier ist der Kontakt zum Kieferknochen verloren gegangen. Am Zahn davor (links) sieht man den Unterschied, die roten Pfeile zeigen, wie es am gesunden Zahn aussehen sollte, hier ist kein "schwarzer Spalt" vorhanden.

Schreitet das Krankheitsbild fort, kann es zu Komplikationen kommen. Der auf den Fotos zu sehende Patient wurde vorgestellt, weil dem Besitzer einer verdickte Backe aufgefallen war. Diese entstand innerhalb weniger Tage als Folge der Entzündung der hinteren Zahnwurzel dieses dreiwurzeligen Backenzahnes.

Oft kann ein solcher Zahn leider nicht erhalten werden. Ziel der Parodontalbehandlung ist es, Kiefer und Zahnfleisch von Entzündung zu befreien. Die allgemeine Gesundeit des Hundes (Herz, Leber, Niere!) steht im Vordergrund. Rein ästhetische Fragen sind also unterzuordnen.

Zahnwurzeln bei Parodontose Hund

Die einzelnen bei diesem Hund entfernten Wurzeln zeigen den Unterschied nochmals deutlich. Die beiden unteren Wurzeln (im Röntgenbild vorderen, linken Wurzeln) sind normal. Bei der oberen Wurzel (hinteren, rechten) Zahnwurzel hingegen fallen schwärzliche "Beläge" ins Auge, diese Wurzel hatte so keinen Halt mehr im Kiefer. Der Zahn musste gezogen werden. Die Schwellung der Backe wird in wenigen Tagen verschwunden sein.
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Frühdiagnostik der Hüftdysplasie (HD) beim Hund

HD beim Hund - der Zeitpunkt der Diagnose entscheidet

Wenn es um das Thema HD beim Hund geht ist es entscheidend, zu welchem Zeitpunkt die Hüftdysplasie festgestellt wird.

Während Zuchtverbände ihre Mitglieder oft anweisen, ihre Hunde erst mit 18 Monaten auf das Vorliegen von HD mittels eines Hüftröntgens untersuchen zu lassen, gibt es natürlich auch Möglichkeiten, diese Erkrankung schon viel früher festzustellen.

Zur Verfügung stehen dabei das PennHIP-Röntgen auf der einen Seite, und manuelle Untersuchungsmethoden auf der anderen Seite.

Da vielen Hundebesitzern nicht bekannt zu sein scheint, dass sie ihren Hund schon sehr früh auf HD untersuchen lassen können, möchten wir hiermit über die manuelle Frühdiagnostik informieren.

In unsere Praxis wenden wir zwei verschiedene Methoden an, um das Hüftgelenk auf Instabilität zu untersuchen, da diese Instabilität als sicheres Zeichen für das Arthroserisiko angesehen wird.

Beim Ortolani-Test kann bereits ab der 7 bis 8 Lebenswoche eine mangelhafte Stabilität des Hüftgelenkes gefühlt werden. Da hierzu die Oberschenkelmuskulatur entspannt sein muss, ist eine Narkose erforderlich. Da dies viele Patientenbesitzer aber zu diesem Zeitpunkt abschreckt, wird der Test oft erst später, leider aber meist gar nicht durchgeführt. In unserer Praxis untersuchen wir jeden Hund mit Verdacht auf HD routinemäßig bei entsprechender Gelegenheit (Hund muss aus anderen Gründen in Narkose gelegt werden) mit dem Ortolani-Test. Die Schnappgeräusche (s. auch unten) sind dabei am besten im Alter von 4 bis 8 Monaten zu hören.

Wir führen den Ortolani-Test in Seiten- und in Rückenlage durch.

In Seitenlage liegt das zu untersuchende Bein oben. Eine Hand des Tierarztes liegt oberhalb des Hüftgelenkes auf der Hüfte, die andere Hand hält das Knie umfasst. Dann wird der Oberschenkel so weit angehoben, dass er parallel zur Oberfläche der Tischplatte ausgerichtet ist. Nun wird der Oberschenkel in Richtung Hüftgelenk gedrückt. Im Normalfall muss der Hüftkopf dabei unveränderlich fest in der Hüftpfanne sitzen bleiben. Besteht jedoch eine abnorme Lockerheit, so lässt sich der Hüftkopf je nach Ausprägung der Lockerheit über den Rand der Hüftpfanne hinweg verschieben. Diese Zustände nennt man Subluxation bzw. Luxation.

Hebelt man nun vorsichtig den Oberschenkel nach oben von der Tischplatte weg, gleitet der Hüftkopf mit einem fühlbaren Schnappen wieder in die Pfanne zurück. Dabei ist oft ein Klickgeräusch zu hören. Das Schnppen bzw. Klicken wird als "positives Ortolani-Zeichen" bezeichnet.



Der Ortolani-Test lässt sich auch durchführen, wenn der Hund auf dem Rücken liegt. Dabei werden dann beide Kniegelenke gleichzeitig gehalten, und beide Oberschenkel parallel zueinander Richtung Raumdecke gehalten. Auch hier wird dann der Oberschenkle mit leichtem Druck in Richtung der Hüfte geschoben. Je nach Ausmaß lässt sich der Hüftkopf dann subluxieren oder luxieren. Wird der Oberschenkel seitlich nach aussen abgewinkelt, schnappt bzw. klickt der Hüftkopf wieder in seine urspüngliche Position zurück.

Neben dem Ortolani-Test kommt in unserer Praxis auch der Bardens-Test zum Einsatz. Auch dieser Test kann schon mit 8 Wochen Lebensalter durchgeführt werden.

Beim Bardens-Test hält eine Hand den Oberschenkel umfasst, während drei Finger der anderen Hand auf dem Hüftkopf liegen. Wird nun der Oberschenkel parallel zur Tischplatte des Untersuchungstisches nach oben angehoben, darf im Normalfall keine Beweglichkeit des Hüftkopfes vorhanden sein. Läßt sich hingegen der Hüftkopf nach oben aus der Hüftpfanne herausbewegen, ist dies als ein eindeutiges Anzeichen für eine mögliche HD zu bewerten.



Dabei ist eine geringgradige Lockerheit von 1 bis 2 Millimetern beim Welpen noch als normal anzusehen. Jede darüber hinausgehende Verschieblichkeit ist jedoch als abnormal anzusehen. Es gilt, dass sich eine HD umso stärker entwickeln wird, je größer die Verschieblichkeit des Hüftkopfes möglich ist.

Da dieses Phänomen für den Besitzer nicht ganz einfach nachzuvollziehen ist, lassen wir unsere Kunden dies regelmäßig selbst fühlen. Dabei legen wir die Finger des Besitzers an die entsprechende Stelle des Hüftkopfes und führen dann den Test durch. Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, wie überrascht viele Hundebesitzer sind, wenn sie selbst fühlen, dass sich der Hüftkopf ihres Hundes um 5 oder auch mehr als 6 Milimeter aus der Hüftpfanne verschieben lässt.

Die Zuverlässigkeit beider Tests wird als hoch angesehen. Nur wenn keinerlei Lockerheit (jenseits von 1 bis 2 Millimetern) im Gelenk vorliegt kann der untersuchte Hund als normal eingestuft werden. Wird hingegen eine übermässige Lockerheit festgestellt, lassen sich schon frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.
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Fütterung des Hundewelpen: soll ich meinen Hund BARFen?

BARF, was ist das?

Statistiken belegen, dass 8 % aller Hundebesitzer das Futter für Ihren Hund selber zubereiten, etwa 2 % füttern BARF.

BARF ist die Abkürzung von Bone and Raw Food, also Knochen- und Rohfütterung. Ein BARF-Futter setzt sich dabei neben rohem Fleisch aus Knochen und Innereien, Obst und Gemüse, Eier- und Milchprodukten sowie Öl, Kräutern und Nüssen zusammen.
Die Zusammensetzung basiert dabei auf dem Fressverhalten von Wölfen. Leider missverstehen viele Hundehalter den Wolf jedoch als reinen Fleischfresser, und geben ihrem Hund daher nur rohes Fleisch. Diesen Hunden fehlen dann wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung, da ein Wolf ja u.a. auch die Innereien seiner Beute frißt.

Auch bei Welpen sehen wir in unserer Tierarztpraxis, dass zunehmend auf BARF umgestelt wird. Hierzu raten wir, dass immer eine Rationsberechnung erfolgen sollte, um einer Mangelversorgung vorzubeugen, da Hundewelpen - im Vergleich zum ausgewachsenen Hund - einen bis zu vierfach höheren Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen haben.

Wichtig ist eine regelmäßige Gewichtskontrolle des Welpen. Sie zeigt anhand einer Wachstumskurve, ob eine Energieüberversorgung besteht.

Die Schwierigkeit für den Besitzer besteht darin, die tägliche BARF-Ration ausgeglichen und an die jeweilige Wachstumsphase seines Hundes angepasst zuzubereiten. Leider ist bei vielen Hundebesitzern die gewählte Zusammenstellung der Nährstoffe mangelhaft. Das liegt daran, dass der Nährstoffbedarf oft aufgrund von im Internet kursierenden Rezepten ungeprüft übernommen wird. Dabei wird häufig schon nicht einmal überprüft, ob die dort verbreiteten Rezepte für einen ausgewachsenen Hund oder einen Welpen mit seinem erhöhten Nährstoffbedarf zusammengestellt wurden.

Besitzer eines Welpen bitten regelmäßig ihren Tierarzt über eine Blutuntersuchung herauszufinden, ob die Zusammensetzung des von ihnen hergestellten BARF korrekt ist. Problematisch dabei ist, dass einzelne Bestandteile des Futters dabei im Tagesverlauf des Welpen starken Schwankungen unterliegen, das Blutergebnis somit oft nicht aussagekräftig ist. Gerade beim Calcium fällt ein Mangel so oft nicht auf, da der Körper des Welpen sich bei einer zu geringen Calcium-Zufuhr von aussen das benötigte Calcium aus den eigenen - im Wachstum befindlichen - Knochen zurückholt. Das sogenannte BARF-Blutprofil verschleiert solche Mangelzustände, es kann im schlimmsten Fall zu plötzlichen Knochenbrüchen ohne grössere äußere Einwirkung kommen.

Da das Risiko einer Fehlversorgung gerade beim Welpen hoch ist, muss man sich eingehend mit den einzelnen Bestandteilen einer BARF-Ration beschäftigen. Da die Blutspiegel von Phosphor, Calcium und Zink im Tagesverlauf starken Schwankungen unterliegen, und andere Stoffe im Fett oder Körperorganen gespeichert werden, und somit im Blut nicht erfasst werden, ist ein Blutprofil zur Überwachung der Fütterung eines Hundewelpen mit BARF also eher nicht geeignet. Abweichungen in den Ergebnissen können lediglich eine Warnung sein, die Zusammensetzung des angebotenen Futters einer weitergehenden Überpüfung zuzuführen. Hier haben sich Spezialisten wie z.B. "Futtermedicus" bewährt, mit dem unsere Praxis in solchen Fragen zusammenarbeitet.

Zwar kann man den Bedarf eines Hundewelpen anhand seines aktuellen Gewichts und Alters sowie des zu erwartenden Endgewichts berechnen, doch tun sich viele Hundebesitzer offenbar schwer, den aktuellen Tagesbedarf dann auch mit der Ration im erforderlichen Maß regelmäßig zur Verfügung zu stellen. Die hierfür im Handel erhältlichen Mineralfutter und Vitaminpulver sind mit den beiliegenden Messlöffeln nur selten wirklich exakt abzumessen, es kommt leicht zu einer Über- aber auch Mangelversorgung.

Experten wie Futtermedicus hingegen können mit computergestützen Analysetools eine detailiierte Ernährungsberatung durchführen. Hierzu werden vom Besitzer des Welpen die verwendeten Futtermittel genannt. Deren Nährstoffgehalt wird dann im Verhältnis zum Bedarf abhängig vom Alter und Entwicklungszustand gestellt. Fehler in der Zusammensetzung sind so für den Experten leicht zu ermitteln.

Häufigst zu beobachtender Fehler beim BARF eines Hundewelpen ist eine Überversorgung mit Energie, wobei hierfür auch eine übermässige Gabe von Leckerlies verantwortlich sein kann. Neben einer Fehlversorgung von Calcium und Phosphor ist zudem eine Unterversorgung von Spurenelementen und den Vitaminen A und D zu beobachten.

Wird in der Wachstumsphase dauerhaft Futter mit zu viel Energie zugeführt, kommt es nicht nur zu einer viel zu schnellen Zubildung von Muskel- und Organmasse, sondern auch zu einer unnatürlichen Bildung von Knochen und Knorpel. Diese sind dann weniger belastbar, was die Wahrscheinlichkeit von Knorpelschäden erhöht.

Da sich Fütterungsfehler durch BARF erst mit einer Zeitverzögerung bemerkbar machen ist es für den Hundebesitzer besonders wichtig, mittels eines Fütterungstagebuches die Entwicklung des Körpergewichtes exakt festzuhalten. Auch sollte hier die Menge des täglichen BARF sowie weiterer Zugaben an Leckerlie exakt notiert werden.

Weicht die Gewichtsentwicklung um mehr als 5 % von einer individuell für den konkrten Hund zu erstellenden Wachstumskurve ab, ist die Fütterung anzupassen.

Zwar sind HD, ED und OCD genetisch veranlagt, doch kann eine übermässige Abweichung von der Wachstumskurve nach oben erhebliche Auswirkungen auf den Schweregrad der Erkrankung haben.

Gerne werden Innereien wie Pansen, Lunge, Niere und leber gefüttert. Da diese jedoch sehr bindegewebshaltig sind werden sie im Dünndarm nur unzureichend verdaut. Im Dickdarm kann dies dann zu Blähungen und anschließend weichem Kot führen. Daher sollten beim Welpen bis zum Abschluss des Wachstums die Innereien nicht mehr als ein Drittel an der gesamten Fleischmenge ausmachen.

Auch bei Rinderleber sollte man Vorsicht walten lassen. Ein Zuviel kann zu einer Überversorgung mit Vitamin B führen. Als Faustregel gilt hier, 5 Gramm Rinderleber pro 10 Kilogramm Körpergewicht Hund nicht zu überschreiten. Ansonsten kann es bei höheren Mengen zu Entwicklungsstörungen im Knochenskelett kommen.

Da der Calciumbedarf je nach Rasse und Geschlecht stark variiert, ist gerade hier die Hinzuziehung eines Experten ratsam, da sowohl eine Unter- als auch eine Überversorgung gravierende Folgen haben kann.

Im Einzelfall ist hier die Kontaktaufnahme mit "Futtermedicus" empfehlenswert.
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Hund in Geburt - Kosten können erheblich sein

Eine Geburt beim Hund ist für viele Menschen ein schönes Erlebnis.

Kommt es hingegen zu Schwierigkeiten vor oder während der Geburt, so dass ein Kaiserschnitt oder andere Maßnahmen notwendig werden, trübt sich dieses Erlebnis für den Besitzer des Hundes schnell ein.

Eine Ursache hierfür sind die bei einem Kaiserschnitt entstehenden Kosten. So ist längst nicht jedem Besitzer klar, wie sich die Kosten einer solchen OP und der darauffolgenden Intensivversorgung zusammensetzen.

Verläuft der Kaiserschnitt unkompliziert, die Welpen sind lebensfroh und benötigen nur wenig Betreuung, sind auch die Kosten übersichtlich.

Sind hingegen die Hundewelpen schwach, was leider sehr häufig der Fall ist, muss entsprechend viel Aufwand betrieben werden, um jeden einzelnen Welpen fit zu machen.

Und da liegt auch das Hauptproblem. „Jeden einzelnen Welpen“ kann bedeuten, dass es nur zwei Welpen gibt, aber auch Würfe von 10 und mehr Welpen sind keine Seltenheit.

Dementsprechend groß ist der anfallende Personaleinsatz. Der Chirurg und seine Assistenz sind durch die weitere OP gebunden und können nicht eingreifen. Für die Versorgung aller Welpen sind weitere Kräfte in möglichst großer Anzahl einzusetzen.

Kleinere Praxen stossen hier schnell an ihre natürlichen Grenzen. Aber auch in größeren Tierarztpraxen wird es zur erheblichen Belastung für den alltäglichen Praxisbetrieb, wenn 5 oder mehr Mitarbeiter gleichzeitig mit der Geburt und deren Nachversorgung über mehrere Stunden gebunden sind.

Selbst wenn der Eingriff vorher zeitlich geplant wurde, steht der restliche Praxisbetrieb in dieser Zeit meist komplett still. Dieser Personalaufwand hat aber seine Kosten. Je mehr Welpen, desto höher die Kosten. So übersteigen die Kosten der Erstversorgung aller Welpen regelmäßig die eigentlichen Operationskosten des Muttertieres. Darüber sollte sich ein Hundehalter vorher im Klaren sein.

Kommt es zusätzlich zu Komplikationen bei der Hündin oder den Welpen, können sich die Gesamtkosten schnell verdoppeln oder auch verdreifachen. Das liegt oft daran, dass nach der Erstversorgung des neugeborenen Welpen zeitaufwendige weitere Versorgungsmaßnahmen entstehen, wenn die Welpen nicht trinken wollen oder die Atmung schlecht ist.

Welpen, die nach wenigen Minuten (maximal 2 bis 3) regelmäßig atmen, sind als vital einzustufen, ihre weitere Versorgung ist unkompliziert. Ist diese Atemtätigkeit jedoch gestört, muss sofort eingegriffen werden. Als erstes müssen die Atemwege freigelegt werden, indem Schleim abgesaugt wird. Trockenreiben des Welpen kann dessen Atmung zusätzlich anregen. Im ungünstigsten Fall jedoch muss der Welpe intubiert werden. All dies muss zügig innerhalb der ersten 3 bis 4 Minuten passieren. Eine Fachkraft kann sich dabei mit maximal zwei Welpen beschäftigen, ist dies aufgrund der Praxisstruktur nicht möglich, sinken die Chancen erheblich und es kommt zu Verlusten.

Hat die Atmung endlich eingesetzt ist die Zufuhr von Sauerstoff wichtig. Hierzu sollte eine Sauerstoffbox vorhanden sein. Als nächster Schritt muss der Welpe möglichst schnell mit der Mutterhündin zusammengebracht werden, damit er Muttermilch aufnehmen kann. In vielen Fällen ist die Hündin zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht aus der Narkose erwacht, so dass - wiederrum personalintensiv - die Welpen immer wieder angelegt und weiter überwacht werden müssen.

Leider kann es vorkommen, dass der Saug- und Schluckreflex der Hundewelpen nur verzögert einsetzt. Daher muss dann übergangsweise sehr zügig mit einer Flaschenfütterung begonnen werden, da die Welpen ansonsten ebenso schnell in einen Unterzucker geraten können.

Ist nach der OP die Hündin geschwächt oder wehrt sogar die Welpen ab bzw. vernachlässigt die angeborene Brutpflege, muss über die nächsten Stunden ständig durch eine Hilfsperson dafür gesorgt werden, dass die Welpen nicht auskühlen und über die Muttermilch ausreichend Kolostrum zu sich nehmen. Dafür ist es dann erforderlich die Hündin abzumelken.

All dies erfordert besondere Umsicht und einen dauerhaften Personaleinsatz. Es wird klar, dass dadurch teilweise über Stunden zusätzliche Kosten in einer vorher nicht kalkulierbaren Größenordnung entstehen. Als Faustformel bei komplizierten Geburten gilt daher: je mehr Welpen, desto höher die Kosten.

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Ursachen für Blasensteine beim Kaninchen: Fütterungs- und Haltungsfehler

Ursachen für Harnsteine beim Kaninchen

Zu den zehn häufigsten Gründen, warum Kaninchen in der Tierarztpraxis vorgestellt werden, gehören Harnsteine. Harnsteine finden sich häufig in der Harnblase, aber auch in den Harnleitern oder den Nieren werden sie gefunden. 90% dieser Harnsteine bestehen aus Calciumcarbonat. Ursache sind die besonderen Stoffwechselbedingungen der Kaninchen, hinzu kommen Haltungs- und Fütterungsfehler.

Anders als bei Hund und Katze wird beim Kaninchen Calcium, dass nicht vom Körper benötigt wird, über die Harnwege wieder ausgeschieden. Aufgrund des basischen pH-Wertes im Urin kann Calcium dann dort kristallisieren und nachfolgend einen Stein bilden.

Werden vom Besitzer zu viele Calcium-haltige Futtermittel angeboten (Luzerne, Mineralsteine, Mischfutter mit Mineralzusätzen, Heu mit hohem Kräuteranteil), kann die Calcium-Konzentration im Urin stark ansteigen. Besonders die im Handel verkauften Luzernerollis, aber auch Kräuterheu, das gerne als besonders gesund angepriesen wird, sind dabei mit Vorsicht anzubieten.

Ist durch die Haltungsbedingungen (zu kleiner Stall, die Auslauf-Fläche sollte mindestens 6 qm pro Tier betragen!) die Bewegung eingeschränkt und gleichzeitig das Tier übergewichtig, kann dies die Entwicklung von Harnsteinen zusätzlich begünstigen.

Typisch beim Kaninchen ist eine Eintrübung des Urins, der dabei eine schlammige Beschaffenheit erreichen kann. Dies ist aber als normal anzusehen.

Die ersten Krankheitsanzeichen sind beim Kaninchen oft unspezifisch. Neben einer verschmierten und entzündeten Hautregion zwischen den Hinterbeinen kann es zu Apathie, Schmerzäußerungen, Blut im Urin, Durchfall und Futterverweigerung kommen.

Beim Abtasten kann ein größerer Stein in der Urinblase tastbar sein, spätestens auf dem Röntgenbild wird der Stein dann sichtbar. Ein Ultraschall ist auch möglich, meist aber nicht notwendig.

Bereits vorhandene Steine lassen sich leider durch eine Futterumstellung nicht mehr auflösen. Sie müssen vom Tierarzt chirurgisch entfernt werden. Der Aufwand ist dabei mit einer Blasenoperation bei Hund und Katze gleichzusetzen, die Kosten ebenfalls.

Bei bereits operierten Tieren, denen ein Stein entfernt wurde,  ist eine Umstellung von Haltung und Fütterung zwingend notwendig, da es sonst schnell zu Neubildungen kommt. Wichtig ist das Angebot an Saftfutter, um den Tieren darüber viel Flüssigkeit zuzuführen. Gleichzeitig sollte immer ausreichend Trinkwasser zur freien Verfügung stehen. Die beliebten Nippeltränken sind dabei eher unvorteilhaft. Besser sind Trinkgefäße, aus denen das Wasser leichter und in größerer Menge aufgenommen werden kann.

Auch auf vermehrte Bewegung ist zu achten. Auf Luzernerollis und Mineral-Nagersteine sollte ganz verzichtet werden. Ebenso sollte auf handelsübliche Mischfutter verzichtet werden. Diesen Futtermitteln sind zwar nett aussehende bunte Bestandteile untergemischt, die aufgrund der Farbe an Obst oder Gemüse erinnern, tatsächlich jedoch handelt es sich dabei meist um eingefärbte Brotreste aus der Industrie. Deren Aufquellverhalten entzieht dem Verdauungstrakt weitere Flüssigkeit. Heu und Saftfutter sind vorzuziehen und reichen als Alleinfutter aus.

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Arzneimittelrückgabe verboten?

Arzneimittel: Rückgabe nicht möglich?

Dazu ist ganz eindeutig festzustellen: Arzneimittel dürfen, sind sie vom Tierarzt einmal abgegeben worden, nicht zurückgenommen werden (Ausnahme: zur Vernichtung).

Das klingt jetzt natürlich erst einmal hart. Ist es doch in anderen Lebensbereichen mittlerweile guter Brauch, unbenutzte Gegenstände einer weiteren sinnvollen Nutzung zuzuführen. Auch Lebensmittel müssen nicht weggeworfen werden, manche Organisationen wie z.B. die Tafeln sind froh, wenn sie Lebensmittel noch einer sinnvollen Verwendung zuführen können. Das spart Kosten.

Der Wunsch ein Arzneimittel zurückzugeben wird in jeder Tierarztpraxis häufig geäußert. Die Gründe sind vielfältig, mal ist der Patient verstorben, mal spricht er nicht auf das Medikament an. Oder es sind noch Reste der Packung übrig, sie werden nicht mehr gebraucht. Gerne möchte man als Kunde dann das Arzneimittel oder auch den Anbruch zurückgeben, möglichst unter Erstattung des gesamten oder zumindest eines Teilbetrages der Kaufsumme. 

Der Käufer stellt sich vor, dass der Tierarzt das Arzneimittel dann an einen anderen Kunden wieder verkaufen könnte, somit wäre allen Parteien geholfen. 

Verweigert der Tierarzt dies, wird er nicht selten beschimpft. 

Warum ist die Rücknahme bei Arzneimitteln also nicht erlaubt?

Geregelt hat dies der Gesetzgeber im Arzneimittelgesetz AMG. Das AMG verpflichtet den Tierarzt zur Einhaltung bestimmter Auflagen. Das betrifft nicht nur den Erwerb, sondern auch die Lagerung der Arzneimittel. Die Lagerung eines Arzneimittels - z.B. bei korrekter Temperatur - muss durch den Tierarzt sichergestellt sein. 

Hat der Tierarzt das Arzneimittel aber erstmal verkauft, kann er weder nachvollziehen, wo und wie das Arzneimittel danach gelagert wurde, noch hat er eine Möglichkeit zu erfahren, ob die vorgeschriebene Lagerungs-Temperatur ständig eingehalten wurde.

Der Gesetzgeber sieht die Wichtigkeit der Durchsetzung dieser Vorschrift so eng, dass er ganz erhebliche Strafen bei Verstoß gegen diese Vorgaben festgesetzt hat. § 97 des AMG sieht Geldbußen von bis zu € 25.000 vor. Zahlbar vom Tierarzt, nicht vom Kunden. Sicher haben Sie Verständnis, dass wir uns diese Kosten gerne ersparen möchten.

Kunden, die mit der verweigerten Rücknahme nicht einverstanden sind, äußern dabei gerne den Vorwuf, der Tierarzt versuche einen finanziellen Vorteil aus der Situation zu ziehen. Richtig ist aber, dass das AMG mit dieser Regelung lediglich den Schutz des Patienten im Sinn hat. Der Tier-Besitzer muss unbedingt darauf vertrauen können, dass er von seinem Tierarzt keine „gebrauchten“ Arzneimittel erhält. Die Vorstellung, ein Arzneimittel könnte nicht oder nur unzureichend wirken, weil es im Sommer auf einer Fensterbank oder im Auto der prallen Sonneneinstrahlung ausgesetzt war, oder im schlimmsten Fall dadurch sogar schädlich wirken, ist sicherlich unerwünscht.

Vetrauen Sie uns also. In unseren Praxen halten wir uns an das AMG. Die Gesundheit und Sicherheit Ihrer Tiere liegt uns am Herzen.
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Cauda equina beim Hund

„Mein Hund hat Cauda Equina“

Diesen Satz hören wir von besorgten Hundebesitzern inzwischen beinahe wöchentlich. Oft scheint ihnen dabei aber nicht klar zu sein, was der Begriff überhaupt bedeutet.

Der Begriff Cauda equina kommt aus dem Lateinischen. Cauda equina heisst übersetzt „Pferdeschweif“. Gemeint ist damit, dass am Ende des Rückenmarks viele Nerven seitlich abzweigen, was einem Pferdeschweif ähnlich sieht.

Verwendet wird der Begriff von Hundebesitzern leider oft, ohne dass wirklich eine korrekte diagnostische Abklärung stattgefunden hätte. Jegliche Lahmheit im Bereich der Hintergliedmaßen wird gleich in den Bereich der Cauda equina geschoben. Das führt immer wieder zu Mißverständnissen. So sollten die möglichen Differenzialdiagnosen (u.a. HD, Kreuzbandriss, Tumor, Muskelkontrakturen) immer abgeklärt bzw. ausgeschlossen sein.

Betroffen sind meist große Hunde, besonders der DSH. Aber auch bei kleinen Hunderassen kann es auftreten.

Symptome sind u.a. Lahmheiten der Hinterbeine, eine eingeschränkte Bewegung des Schwanzes sowie Schmerzen beim Treppensteigen, Springen oder Aufstehen. Allesamt Symptome, die auch bei vielen anderen Problemen auftreten können.

Oft wird eine chirurgische Lösung empfohlen, nach unserer Erfahrung ist aber auch eine konservative Behandlung mit Medikamenten oder einer Goldimplantation erfolgversprechend.

Problematisch ist in unseren Augen, dass der Begriff leider falsch benutzt wird, also gar keine neurologische Problematik der Cauda equina vorliegt.

Ähnliche Symptome finden sich auch bei anderen Erkrankungen. Trotzdem wird offenbar immer öfter vorschnell eine Cauda-equina-Problematik vermutet.

Wichtig ist, dass eine korrekte Diagnose erhoben und nicht auf Verdacht therapiert wird.

Die Ursachen für das Cauda-equina-Syndrom sind vielfältig. Neben Bandscheibenvorfällen, Stenosen (Einengungen am Knochenaustritt eines Nervs, die dann auf den Nerv drücken), Fehlbildungen, Luxationen und Entzündungen können u.a. auch Frakturen infolge eines Unfalls zum gleichen Erscheinungsbild führen.

Die häufigste Ursache ist die DLSS (degenerative lumbosakrale Stenose). Hierbei kann gleichzeitig ein Bandscheibenvorfall im Bereich L7/S1 auftreten, eine Weichteilschwellung, eine Knochenneubildung an den Facettengelenken, eine Spondylose sowie eine Instabilität am Übergang der Lendenwirbelsäule zum ersten Schwanzwirbel. Auch Übergangswirbel werden gehäuft beobachtet.

In der Folge kommt es zu einer Einengung des Wirbelkanals im Bereich von L7 und S1, die Entzündung verursacht Schmerzen. Durch Druck auf das Rückenmark und die abgehenden Nerven entstehen Lahmheitssymptome, auch die Durchblutung kann vermindert sein. Neurologische Ausfallerscheinungen sind aber eher selten. Enzündung und Schmerz können mit einer Goldimplantation behandelt werden. Sollte keine Verbesserung auf die Goldimplantation erfolgen, kann immer noch eine chirurgische Herangehensweise erfolgen. In schweren Fällen allerdings ist eine schnelle chirurgische Dekompression zwingend erforderlich.

Ein Röntgenbild kann den Verdacht erhärten. Weitere Spezialuntersuchungen (Myelographie, MRT) sind aber sinnvoll.

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Schilddrüsenprobleme bei der Katze

Hat meine Katze ein Schilddrüsenproblem?

Woran erkenne ich, dass meine Katze eine Fehlfunktion der Schilddrüse haben könnte?

Zuerst einmal gilt es festzuhalten, dass bei älteren Katzen über 10% aller Katzen eine Überfunktion der Schilddrüse aufweisen. Bei alten Katzen über 15 Jahre findet sich sogar bei jeder dritten Katze eine Erhöhung des T4-Schilddrüsenhormons.

Aber: die allermeisten Besitzer bemerken dies nicht, da es anfangs noch keine äußerlich auffälligen Merkmale dafür gibt.

Was zuerst auffällt ist, dass Katzen mehr Hunger zeigen, gleichzeitig aber durch einen Abbau von Fettreserven und Muskelmasse zunehmend abmagern.
Ebenso fällt auf, dass Katzen in der Folge der Erhöhung der Schilddrüsenhormone häufiger Kot absetzen, der dann oft breiig ist.

Das Schilddrüsen-Hormon T3 führt bei Katzen zu Auswirkungen im Kreislauf. Die Katzen sind aktiver, so dass die Besitzer sich oft zu Beginn der Erkrankungen, von der sich ja noch nichts ahnen, auch keine Sorgen machen.

Gleichzeitig sind solche Katzen aber oft sehr unruhig und wirken gestresst, ihre Herzfrequenz ist beschleunigt.

Ein weiteres Symptom bei einer Schilddrüsenüberfunktion sind eine gesteigerte Aufnahme von Wasser und damit auch eine gesteigerte Urinabsonderung.

Betroffene Katzen verbachlässigen ihre Fellpflege, ihr Fell wirkt ungepflegt und struppig.

Allerdings muss man betonen, dass diese Symptome nicht immer gleichzeitig, und auch nicht bei allen betroffenen Katzen auftreten müssen.

Andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen sind u.a. Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen.

Eine Diagnose ist v.a. neben dem Vorbericht und den klinischen Auffälligkeiten durch die Bestimmung von Blutwerten möglich. Bei der Katze wird v.a. T4 gemessen. Das können wir seit einiger Zeit in unserer Praxis in Schweinfurt mit einem eigenen Gerät sofort testen.

Die Möglichkeit der Behandlung hat sich zuletzt wesentlich gebessert. Gab es bis vor ein paar Monaten nur Tabletten, die bei einigen Katzen nur schwer einzugeben waren, da sie nicht zerkleinert oder geteilt werden dürfen, gibt es inzwischen eine Flüssigkeit, die sich sowohl sehr exakt dosieren als auch gut eingeben lässt.

Wichtig ist es, den Therapierfolg regelmässig durch Blutkontrollen zu verfolgen. Das muss anfangs in kurzen Abständen von wenigen Wochen mehrfach erfolgen, um die richtige Dosierung individuell bestimmen zu können. Ist die Katze gut eingestellt, können die Blutkontrollen ausgedehnt werden, alle 6 Monate sollte dann trotzdem eine Kontrolle erfolgen.

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Goldimplantation Mensch

Warum die Goldimplantation auch beim Mensch erfolgreich ist.

Seit etwa 1970 gibt es die Goldimplantation. „Erfunden“ wurde sie in den USA. Anfangs nur beim Hund durchgeführt, hat sich die Methode inzwischen bei vielen anderen Tierarten bewährt. Vor allem in Europa konnte sich die Behandlung mit Goldimplantaten als Alternative zu Schmerzmitteln etablieren.

Beim Mensch hingegen hat es wesentlich länger gedauert, bis die Methode als Schmerztherapie bekannter geworden ist. Erst gegen 1998 wurden erste Menschen in Skandinavien mit Gold behandelt.

Woran liegt es, dass die Verbreitung beim Mensch noch eingeschränkt ist?

Ein Grund ist sicherlich die Vorsicht von humanmedizinischen Ärzten im Umgang mit neuen Methoden, deren wissenschaftliche Absicherung noch nicht vollständig erfolgt ist. Kommt es zu Komplikationen (die bei korrekter Vorgehensweise bisher nicht beschrieben wurden), wird die Auseinandersetzung mit der eigenen Haftpflichtversicherung bzw. Krankenversicherung des Patienten schwierig.

Inzwischen gibt es Studien zur Sicherheit von Berlock beim Tier. Für andere Gold-Implantate gibt es diese Studien aber nicht, was gerade den Einsatz herkömmlicher Golddrahtstückchen im Rahmen einer Goldakupunktur oder Goldimplantation weiterhin zu einem Risiko macht.

Nur wenige Ärzte wagen es daher bislang, beim Mensch eine Goldimplantation durchzuführen. Dabei sind die Erfolgsmeldungen von Patienten ebenso groß wie beim Tier. Es gehört also ein gewisser Pioniergeist dazu, sich als Mensch mit Goldimplantaten behandeln zu lassen.

Ein weiterer Grund mag darin liegen, dass sich zwar viele Hundebesitzer in diversen Hundeforen rege über ihre Erfahrungen mit Goldimplantaten austauschen, ein solches Forum beim Mensch aber offenbar nicht existiert. Somit ist der direkte Kontakt zu Patienten, die eine Goldtherapie haben durchführen lassen ungleich schwerer.

Der Eingriff selbst ist für einen Menschen völlig harmlos, da im Gegensatz zum Hund bei der Goldimplantation keine Narkose notwendig ist. Es reicht aus, die betroffenen Gelenke örtlich zu betäuben.

Da beim Mensch bei 90% der Patienten (persönliche Mitteilung von Dr. Rudolf Helling, Hamm) nur ein einzelnes Gelenk behandlungsbedürftig ist, hält sich auch die Behandlungsdauer mit 30 bis 45 Minuten sehr in Grenzen.

Schon kurz nach dem ambulanten Eingriff kann der Patient die Arztpraxis wieder verlassen, es sollte lediglich ein Fahrer anwesend sein, da man als Patient danach nicht selbst nach Hause fahren sollte.

Im Internet gibt es inzwischen diverse Erfahrungsberichte zum Ablauf einer Goldimplantation beim Mensch. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass praktisch alle Humanärzte von einer Goldimplantation sprechen und den Einsatz von Akupunkturpunkten sowie den Begriff Goldakupunktur vermeiden. Die meisten Erfahrungsberichte sprechen von wahren Wundern. Selbst betagte Patienten können sich demnach danach wieder wesentlich besser bewegen und gewinnen an Lebensqualität.

Nun sind solche Berichte von Patienten die man nicht persönlich kennt immer schwer einzuschätzen.

Daher möchten wir hier kurz über unsere eigenen Erfahrungen berichten. Da wir - meine Frau und ich - selbst beinahe täglich Goldimplantationen bei Tieren durchführen und zwangsläufig auch den weiteren Verlauf bzw. die Erfahrungsberichte der Besitzer erleben, ist es für uns natürlich ungleich spannender, die Auswirkungen einer Goldimplantation am eigenen Körper zu erleben.

Aufgrund eigener Arthrosen wurden uns bereits vor einiger Zeit (2013 bzw. 2014) von Dr. Helling in Hamm Goldimplantate gesetzt. Bei meiner Frau an der Schulter, bei mir selbst am Knie und an der unteren Lendenwirbelsäule.

Die Kilinik in Hamm, in der die Goldimplantation durchgeführt wird, verfügt über eigene Räume, in denen Dr. Helling die Implantate einsetzt. Dabei wird ihm von einer Arzthelferin assistiert.

Bereits vor dem Termin ist eine Zusendung von Unterlagen sinnvoll, damit der Eingriff geplant werden kann. Auch empfiehlt es sich, vorher mit Herrn Helling den Ablauf telefonisch zu besprechen.

In der Regel wird vor dem Termin nochmals besprochen, an welchen Stellen die Schmerzen auffällig sind, um die genauen Punkte für die Implantate festzulegen. Die hierbei verwendeten Berlock werden dann unter Kontrolle eines C-Bogens punktgenau implantiert.

Das Gelenk wird vorher örtlich betäubt, dafür sind meist zwei oder drei kurze „Piekser“ nötig. Kurz danach spürt man an dem Bereich nichts mehr, die Berlock können gesetzt werden. Zuvor wird der Bereich noch chirurgisch desinfiziert und steril abgedeckt.

In den ersten Tagen nach der Implantation sollte man sich schonen, also keine schweren Arbeiten wie Gartenarbeit oder Sport ausüben.

Bereits nach wenigen Tagen aber können alle Tätigkeiten wieder vollkommen normal durchgeführt werden.

Meine Frau verspürte bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung im Schultergelenk. Nach etwa 3 Wochen waren die von einer Arthrose verursachten Schmerzen völlig verschwunden. Bis jetzt, also etwa 3 Jahre nach dem Eingriff, hat sich an der Schmerzfreiheit nichts geändert. Die Schulter kann auch beim Sport wieder voll eingesetzt werden und ist auch bei Kontrolluntersuchungen völlig unauffällig.

Bei meinem Knie und meiner Lendenwirbelsäule gab es in den ersten Monaten auch schlechtere Tage. Nach starker Belastung (Bergtouren) waren beide Bereiche kurzfristig für maximal drei Tage gereizt. Im Gegensatz zu früher verschwand dieser Zustand dann aber zügig. Inzwischen, nach fast 4 Jahren, sind beide Bereiche auch bei starker Belastung völlig unauffällig und schmerzfrei.

Wir können daher auch aufgrund unserer eigenen Erfahrungen eine Goldimplantation mit Berlock beim Mensch nur wärmstens empfehlen.

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Herbstkätzchen

Herbstkätzchen - Zeit zu handeln

Jedes Jahr wieder werden sie in unsere Praxis gebracht. Kleine, oft nur 4 Wochen alte Kätzchen, gerade einmal 400 bis 500 Gramm leicht, deren Augen und Nasenlöcher von Schleim verklebt sind. Röchelnd und niesend sitzen sie dann auf dem Behandlungstisch, oft zusätzlich von Flöhen und Ohrmilben geplagt. Hinzu kommt regelmässig Durchfall, wenn Sie Würmer oder andere Parasiten haben.

Kein guter Start ins Leben.

Solche Katzenkinder, deren Mutter streunt oder den Nachwuchs schon verlassen hat, haben in der Natur ohne Hilfe nur geringe Überlebenschancen.

Werden sie nicht rechtzeitig gefunden und zum Tierarzt gebracht sind ihre Chancen, sich draussen bei sinkenden Temperaturen und zunehmendem Schmuddelwetter durchzuschlagen nur gering. Augen und Nase verkleben, sie sehen und riechen nichts mehr, und müssen nicht selten elend verhungern.

Aufgrund der ungünstigen Jahreszeit in die sie hineingeboren werden sind sie krankheitsanfälliger. Sie können ihren Wärmehaushalt noch nicht selbst regulieren, das nass-kalte Herbstwetter setzt ihnen schnell zu. Da die Mäusepopulation gegen Winter auch abnimmt, schwinden ihre Aussichten, genügend Reserven für den Winter aufzubauen, auch ihre Mutter kann sie dann nur unzureichend versorgen. Sind sie erst einmal erkrankt, hat ihr Immunsystem den Viren und Bakterien nur noch wenig entgegenzusetzen.

Bringen Sie solche Kätzchen bitte zu uns. Auch wenn Sie sie nicht behalten können oder wollen: eine zügige Erstversorgung ist wichtig (die Kosten übernimmt bei Fundtieren übrigens die Gemeinde, in der das Kätzchen gefunden wurde). Eine Augensalbe und ggfs. Antibiotikatabletten sowie bei Durchfall eine Entwurmung können den Start ins Leben doch noch in bessere Bahnen lenken.

Auch wenn es kleine Streunerkatzen sind: sie haben es nicht verdient, jämmerlich zugrunde zu gehen.

Und manches Kätzchen, findet dann doch überraschend ein neues Heim. Der Finder, der eigentlich gar keine neue Katze wollte, verliebte sich dann spontan in die Kleine und beschloss, sie zu behalten. Happy End.

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HD beim Welpen: frühzeitige Hilfe ist möglich

Mein Welpe hat HD - was nun?

Wird bei Ihrem jungen Hund HD frühzeitig festgestellt (z.B. mit dem PennHIP-Röntgen) kann ihm eine Operationsmethode namens JPS (juvenile pubische Symphisiodese) helfen, das spätere Ausmaß der Erkrankung einzuschränken.

Während des Wachstums junger ("juvenil") Hunde (unter 5 Monaten) kann durch eine Operation das Wachstum der Schambeinfuge so beeinflußt werden, dass sich diese Fuge vorzeitig schließt. Diese prophylaktische Maßnahme führt durch diese frühzeitig eingeleitete Verknöcherung zum Wachstumsstillstand, der betroffene Bereich des Beckens entwickelt sich anders weiter als der davor gelegene Bereich mit mit den beiden Hüftpfannen. Da hier das Wachstum weiter ungebremst voran schreitet, drehen sich beide Gelenkpfannen der Hüfte über den Oberschenkelkopf, was zu einer besseren Überdachung führt. Dadurch kommt es dann zu einer Verringerung der Gelenklockerheit und gleichzeitig einem abnehmenden Risiko und Schweregrad der bei einer HD später auftretenden degenerativen Gelenkveränderungen.

Im Vorfeld einer JPS muss getestet werden, ob das Gelenk locker ist. Hierzu wird im Alter von 12- 16 Wochen ein PennHIP-Röntgen durchgeführt, um den Grad der Laxität zu bestimmen. Je höher dabei die Gelenklockerheit ist, umso früher sollte die JPS durchgeführt werden.

Je größer die Lockerheit beim Hund ist, desto schlechter sind allerdings die Aussichten, zumal wenn die Operation dann nicht möglichst zeitnah durchgeführt wird. Gute Resultate sieht man bei einem DI (Grad der Lockerheit) zwischen 0,4 und 0,7 vor allem dann, wenn die Operation zwischen der 12. und 16. Woche durchgeführt wird. Riesenrassen (Neufundländer, Berner Sennenhunde) können auch bis spätestens zur 22. Lebenswoche operiert werden, die Operationsergebnisse sinken dann aber, da dann der Schwenk der Gelenkpfanne verhältnismäßig geringer ausfällt. Bei anderen Rassen liegt die Obergrenze zwischen der 18. und 20. Lebenswoche.

Besonders gut sind die Ergebnisse, wenn die JPS in einem Alter unterhalb der 16. Lebenswoche durchgeführt wird. Dann hat das Becken noch genügend Zeit zum Wachstum, um die gewünschte Veränderung der Überdachung zu erreichen.

Eine teilweise in der Literatur empfohlene gleichzeitige Durchtrennung des Muskulus pectineus hat sich nicht bewährt. Studien haben gezeigt, dass die Verbindung beider OP-Methoden zu keinem verbesserten Ergebnis führen.

Kontraindikation für eine JPS sind eine bereits vorhandene Coxarthrose (Hüftgelenkarthrose), ein Alter über 22. bzw. 24. Lebenswochen und ein DI unter 0,4. Beim Vorhandensein klinischer Symptome muss sehr genau abgewogen werden, welche Vor- und Nachteile sich dann aus einer JPS im konkreten Einzelfall ergeben können. Ggfs. kann durch eine gleichzeitg vorgenommene Goldimplantation Abhilfe ober eine Besserung der Symptome erreicht werden.

Die Operation an sich ist relativ einfach und sicher. Dabei wird der knorpelige Anteil der Schambeinfuge mit einem Elektrokauter in Anständen von 2 bis 3 mm durch die abgegebene Hitze zerstört. Diese Zerstörung ist notwendig, um das Wachstum des Beckens an dieser Stelle definitiv zu beenden.

Nach der Operation müssen die Hunde 14 Tage an der kurzen Leine ausgeführt werden, um eine Überbelastung zu vermeiden. Das Herumrennen oder Tollen mit anderen Hunden ist strikt zu unterbinden, es kann den Erfolg des Eingriffes zunichte machen. Auch in den folgenden 6 Wochen ist eine übermäßige Belastung zu vermeiden, eine Langlaufleine aber möglich.

Nach einer JPS muss ein operierter Hund von der Zucht ausgeschlossen werden. Dies sollte durch Kastration erfolgen, auch der Einsatz eines röntgendichten Markers (der beim Zuchtröntgen auffallen würde) ist möglich.

Wir meinen: es ist sinnvoll, den zu erwartenden Schmerz Ihres Hundes von vorneherein auszuschließen, anstatt ihn dann später mühsam behandeln zu müssen.
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Goldimplantation: Studie zu Micro-Berlock

Goldimplantation: Studie der Universität Bern

Im "Journal of Equine Veterinary  Science" ist vor wenigen Wochen eine in der Fachwelt vielbeachtete Studie über BMI (Berlock-Micro-Implantate) veröffentlicht worden. Erneut ist es damit eine Studie zu Berlock-Goldimplantaten, die sich mit der Wirkung von Gold bzw. Goldimplantaten beschäftigt.

Wissenschaftler mehrerer Fakultäten der Veterinärmedizinischen Universität Bern haben sich dabei mit der Wirkung von Gold in Gelenken bei Pferden auseinandergesetzt. Warum ausgerechnet beim Pferd, mag man sich fragen. Nun, für solche wissenschaftlichen Versuche braucht man eine gewisse Anzahl von Tieren, die einer Untersuchung über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen regelmäßig zugänglich sind, um zu zuverlässigen Ergebnissen kommen zu können.

Da die meisten Universitäten keine größeren Gruppen von Hunden oder Katzen in ihren Kleintierfakultäten halten, es aber im Bereich der Pferdeklinik Bern eine grössere, dort immer aufgestallte Gruppe von Pferde gibt, war es naheliegend, diese in den Versuch einzubeziehen.

Auch beim Pferd ist Schmerz, der durch Arthrose verursacht wird, ein häufig vorkommendes Problem. Er kann sowohl beim Sport- als auch Freizeitpferd zur erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung beitragen. Die in der Regel zur Schmerzbehandlung beim Pferd eingesetzten Schmerzmittel (NSAID) oder intraartikuläre Injektionen von Kortison können gerade bei langfristiger Verabreichung schwere Nebenwirkungen auslösen. Daher ist es auch im Interesse der Pferdebesitzer, gut verträgliche Alternativen zu finden.

Gold ist aufgrund der Erfahrungen beim Einsatz bei Hunden dafür bekannt, im lokalen Einsatz eine sichere und wirkungsvolle Alternative in der Schmerzbehandlung darzustellen. Allerdings gab es bisher keine zuverlässige Studie, ob und wie gesunde Gelenke auf den Einsatz von Goldimplantaten reagieren.

Das Ziel der nun vorliegenden Studie war es, die Sicherheit der Anwendung von Berlock-Micro-Goldimplantaten im Carpal-Gelenk von 9 gesunden Pferden zu untersuchen. Verschiedene Parameter der behandelten Gelenke wurden dabei über einen Zeitraum von 3 Monaten begutachtet. Anschließend wurden die Pferde zwischen einem und drei Jahre lang weiter beobachtet.

Alle Ergebnisse zeigten übereinstimmend, dass die Goldimplantation von Berlock-Micro-Implantaten sicher ist, und es im behandelten Gelenk zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen kommt.

Nachdem es nun nachgewiesen ist, dass der Einsatz sicher ist, wird in einem nächsten Schritt die Möglichkeit der Goldimplantate zur Schmerzlinderung bei erkrankten Pferden getestet werden. Diese Versuche laufen in Bern bereits, mit Ergebnissen ist Mitte 2018 zu rechnen.
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Goldakupunktur versus Goldimplantation: Hammelrute Hund

Die Goldtherapie (Goldimplantation, auch als sogenannte Goldakupunktur bekannt) wird meist mit Arthrose beim Hund in Verbindung gebracht.

Dabei sind die möglichen Einsatzgebiete sehr vielfältig, auch im Sinne einer Prophylaxe kann eine Goldimplantation gut geeignet sein.

So fragte kürzlich eine Dame in unserem Tiergesundheitszentrum Schweinfurt an, weil ihr 5-jähriger Golden Retriever nun bereits zum 4ten Mal eine Hammelrute hatte (die Hammelrute - auch Hammelschwanz oder Wasserrute genannt - tritt u.a. oft auf kurz nachdem ein Hund geschwommen ist.
Der Schwanz hängt dann gelähmt herunter, die Schmerzen beim Hund sind groß, die Tiere haben erhebliche Mühe, sich hinzusetzen. Die Erkrankung ist noch unzureichend erforscht, die Theorien reichen von einer beim Schwimmen zugezogenen Verstauchung über eine Entzündung bis hin zur Mangeldurchblutung).

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Goldimplantation beim isolierten Processus anconeus

Der interessante Röntgen-Fall - aber wie geht es nun weiter?

Einsatzmöglichkeiten der Goldimplantation beim isolierten Processus anconeus/"IPA"

So fängt es mit der Goldimplantation an:
Auf unserer Facebook-Seite haben wir das Röntgenbild eines Ellbogengelenkes gepostet. Der Hund lahmt seit Wochen. Wir haben Sie danach gefragt, welches Problem dieser Hund haben könnte. Es kamen viele richtige Hinweise. An dieser Stelle wollen wir das "Rätsel" nicht nur lösen, sondern auch erklären, welche Möglichkeiten bestehen, um

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Schokolade: Oster-Schokoeier können gefährlich werden

Bitte denken Sie daran: Schokolade kann für Hunde tödlich sein.

Daher bitte beim Verstecken von Schokoladen-Ostereiern im Garten oder der Wohnung daran denken, danach auch alle nicht gefundenen Eier wieder einzusammeln. Zusätzlich die Schokolade so verwahren, dass Hunde sie nicht unbeobachtet fressen können.
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Tumor am Augenlid muss nicht immer gutartig sein

Tumore am Augenlid sind häufig, oft werden sie als gutartige Veränderung abgetan.

Dabei ist dies von aussen nicht so einfach festzustellen. Daher empfiehlt es sich, solche Zubildungen frühzeitig zu entfernen. Vom immer noch weit verbreiteten Abbinden raten wir ab, da so nur der oberflächliche Anteil entfernt wird, die "Wurzel" aber bleibt, und so schon bald ein neuer Tumor nachgewachsen ist. In Narkose lässt sich ein solcher Tumor oft sehr gut und präzise entfernen, das optische Ergebnis nach der OP ist durchaus ansprechend. Zusätzlich empfehlen wir, eine pathologische Untersuchung des bei der OP entfernten Materials vornehmen zu lassen. Das Ergebnis kann dann genutzt werden, um ggfs. weitere Maßnahmen zu ergreifen.

 

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Kosten beim Tierarzt steigen ab August 2017

Gebührenerhöhung für Juli oder August 2017 von Bundesrat beschlossen.

Vor ein paar Wochen kam die Rechnung der Feuerwehr für den Notverschluss des eingeschlagenen Fensters in der Nacht des letzten Einbruchs in der Athenstraße. Knapp € 210. 

Wenig? Viel? Zu viel? Um das zu beurteilen, muss man die Fakten kennen: Feuerwehr-Einsatz um 02.46 Uhr an einem Samstag, also noch mitten in der Nacht. Dauer etwa 30 Minuten, zzgl. An- und Abfahrt. Also insgesamt etwa 50-60 Minuten. 

2 Feuerwehrmänner befestigen eine von ihnen vor der Praxis auf Maß zugeschnittene OSB-Platte am Fensterflügel, Materialkosten für Holz und Schrauben ca. € 10. Bleiben € 200, umzurechnen auf 2 Personen a jeweils 60 Minuten. Toller Stundenlohn? Scheint so. Aber stimmt das auch wirklich?

Worauf ich hinaus will? Vor ein paar Tagen fragte eine Kundin, ob wir denn nachts und am Wochenende erreichbar sind. Ich habe mit "nein" geantwortet. Und mich gefragt, ob sie genau das ihren Zahnarzt oder Hausarzt auch schon einmal gefragt hat. 

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Information zum Antiparasitikum B.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz informiert, dass neben den bekannten möglichen Nebenwirkungen "gastrointestinaler Effekte" in den vergangenen Monaten Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen eingegangen sind, die "über teilweise schwere neurologische Symptome wie Zittern, Ataxie, Krampfanfälle und Epilepsie" berichten. Noch ist unklar, ob das "verdächtige Arzneimittel Auslöser der beobachteten Symptomatik sein könnte", Ergebnisse einer Studie dazu stehen noch aus. Im Zweifelsfall sollten Sie B. daher nicht anwenden, wir beraten Sie gerne über Alternativen.

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Tierkrankenversicherung ist empfehlenswert

Auch Tiere können bei einer Krankenversicherung versichert werden.

Verschiedene Versicherungen wie AGILA, Uelzener, Allianz und Helvetia bieten die Kostenübernahme bei Krankheit und/oder Operation an. Sie denken, dass dies sehr teuer ist? Nun, die Tarife pro Monat beginnen je nach Vertragsart bei ca. € 6,-. Wir beraten Sie gerne! Eine Tierkrankenversicherung ist in vielen Fällen empfehlenswert, da die Versorgung eines Hundes nach einem Autounfall, um ein Beispiel zu nennen, mit Operation eines gebrochenen Beines, Versorgung innerer Verletzungen und stationärer Behandlung über mehrere Tage schnell mehrere tausend € kosten kann.
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Zeckenzeit hat bereits begonnen

Zecken: bei dem derzeitigen Wetter kaum vorzustellen, aber die Zeckensaison hat tatsächlich schon wieder begonnen.

Schützen Sie daher Ihren Hund und Ihre Katze, ggfs. auch Ihre im Freien lebenden Kaninchen und Hasen vor der Übertragung von Krankheiten durch Zecken. Unser Praxisteam berät Sie gerne, sprechen Sie uns einfach an!
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